Nachstehende Pressemeldung erschien in der Eppsteiner-Zeitung , die wir dankenswerterweise auf unserer Internetdarstellung veröffentlichen dürfen.

Ausgabe: 44 / 2009
Datum:
28.10.2009

 

Europart zu Gast in ungarischer Partnerstadt von Aizkraukle

Auf Anregung von Europart Eppstein reisten 23 Teilnehmer – darunter auch zwei Franzosen aus Langeais, ein Engländer und eine Österreicherin – zum Weinlesefest nach Kiskunhalas in Ungarn. Die Stadt ist mit der Eppsteiner Partnerstadt Aizkraukle in Lettland verschwistert. Die Ungarn hatten die Gruppe aus der Burgstadt beim Fest zur Verleihung der Ehrenplakette des Europarates an Eppstein eingeladen.

Gleich am Einreisetag wurden die Eppsteiner herzlich mit einem Willkommenessen von offizieller Seite empfangen. Mit den bedeutendsten Gebäuden und Denkmälern der Stadt beschäftigten sie sich am folgenden Tag. Es führte die Dolmetscherin Anna Peter, die interessante Einblicke in die Geschichte ihres Landes eröffnete. Am Nachmittag ging es ins Spitzen-Museum der Stadt, wo eine Ausstellung historischer Spitzenkunst aus Aizkraukle eröffnet wurde. Beim Festakt ergriff nach Vertretern von Ungarn und Lettland auch Europart-Vorsitzender Franz Fluch das Wort. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass die hohe Kunst der Spitzenherstellung aus beiden Städten auch bei der großen deutschen Ausstellung internationaler Spitzenkunst im kommenden Jahr in Eppstein gezeigt werden könne.
Europart übergab am nächsten Tag 800 Euro der Lettlandhilfe für den Inge-Saulite-Fonds, der bedürftigen Rentnern zu gute kommt, und einen EU-Reisekostenzuschuss von 1900 Euro an die Freunde aus der Partnerstadt Aizkraukle. Nach einem Mittagessen auf Einladung von Kiskunhalas waren die Eppsteiner beim Festumzug zum Weinlesefest der Stadt dabei. Am Abend hatte Bürgermeister Dr. László Várnai zur Feier der 15-jährigen Partnerschaft mit Nowy Sacz in Polen und der deutschen Stadt Kronach in die festlich geschmückte Aula des Gymnasiums eingeladen. Nach dem Essen wurden die Gastgeschenke ausgetauscht.
Am folgenden Tag nahm Europart an Veranstaltungen zu Ehren der Kumanen, einer aus dem Nordiran stammenden sehr kleinen Minderheit, teil. Am Abend besuchten die Eppsteiner das Weinkellerdorf Hajós, das von Donauschwaben nach den Türkenkriegen im 18. Jahrhundert gegründet worden war. Es war ein schöner Abschluss des Aufenthaltes in Südungarn, bei dem die Reisenden von der herzlichen Gastfreundschaft der Menschen beeindruckt worden waren. Auf der Heimreise machte die Gruppe einen Tag Station in Budapest, bevor die meisten zurück in den Taunus fuhren. Die Eheleute Fluch verlebten noch einen Urlaub in Kiskunhalas und besuchten die Familien der ungarischen Freunde.
Zu Hause angekommen, setzte sich Franz Fluch mit den Damen der deutschen Spitzengilde, der Stickgilde und der Bremthaler Klöppelwerkstatt zusammen und informierte über die in Ungarn gesehene Spitzenkunst. „Es ist toll, wenn im März 2010 in Eppstein auch Spitzen aus Aizkraukle und Kiskunhalas zu sehen sein werden“, äußerte sich Fluch begeistert.


Die Reisegruppe vor dem Erzbischöflichen Bibliothekspalais in Kalocsa. Foto: privat

 

Aktualisierung: 09.02.2010
© Europart Eppstein e. v.

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