Bisher
wiesen in Langeais nur einige Schilder auf die Partnerstadt Eppstein hin,
jetzt gibt es sogar ein kleines Fleckchen Erde, das nach Eppstein benannt
wurde. Bei der Einweihung des Eppstein-Kreisels in Langeais aAnfang
September sagte der französische Landrat, dass Eppstein dadurch jetzt
ständig in Langeais präsent sei.
Der Kreisel liegt an der Einfahrt in die
Stadt und macht durch zwei gelbe Schilder auf den „Rond Point d’Eppstein“
aufmerksam. Der Kreisel ist ziemlich groß und hübsch mit Bäumen,
Sträuchern und Blumen bepflanzt. „Jetzt fehlt nur noch eine kleine
Burgruine, dann wäre der Kreisel perfekt“, sagte Gisela Rasper, die mit
der Reisegruppe des Partnerschaftsvereins Europart in Langeais war.
Die dreizehn Eppsteiner, die zur Einweihung des Kreisels nach Langeais
gefahren waren, verbrachten ein herrliches Wochenende bei meist
strahlendem Wetter. Für einige ist Langeais fast schon zur zweiten Heimat
geworden, „aber auch die, die zum ersten Mal dabei waren, waren
überwältigt von der herzlichen Aufnahme in der Partnerstadt“, sagte Gisela
Rasper, die schon seit Anfang an als Dolmetscherin bei den
Partnerschaftsbesuchen dabei ist.
Stadtrat Jürgen Heine überbrachte als Vertreter des Eppsteiner Magistrats
die besten Grüße und eine Flasche „Eppstein-Sekt“. Langeais Bürgermeister
Roirond wies in seiner Begrüßung auf das 25-jährige Bestehen der
Städtepartnerschaft im nächsten Mai hin.
Während der Landwirtschaftsausstellung am Sonntag war Europart am
gemeinsamen Stand mit Langeais’ portugiesischer Partnerstadt Gondar
vertreten und bot Riesling aus dem Rheingau und Schmalzbrot an. Unter dem
Motto „der Wald, das Wasser und die Landwirtschaft“ wurde die Bedeutung
des Waldes und der Wasserwirtschaft für das Leben der Menschen in dieser
Region anschaulich dargestellt.
Bei dieser Gelegenheit wurden viele alte Bekanntschaften erneuert und neue
geschlossen. Gisela Rasper erinnert sich noch besonders gut an die
Begegnung mit Mitgliedern des Vereins „Les Soleils de Quentin“. Dieser
Verein hilft Eltern schwer behinderter Kinder dabei, die finanziellen
Mittel für wichtige Therapien zu beschaffen.
Die Eppsteiner überreichten eine kleine Spende aus dem Verkauf von selbst
gebastelten Fingerpüppchen. Einige der lustigen Figuren wurden den
Betreuern für ihre Arbeit mit den Kindern übergeben. Zwei der Figuren,
zwei Ritter in voller Rüstung mit langen Schwertern, erhielt die
Vorsitzende des Partnerschaftsvereins als Symbol für die ruhmreiche
Vergangenheit beider Städte.
Am Montag machten die Eppsteiner zum Abschluss mit ihren französischen
Freunden einen Ausflug nach Amboise. EZ
|