Als Burgherr empfing Bürgermeister Peter Reus am Dienstagmorgen die jungen
Gäste aus der Partnerschule der Freiherr-vom-Stein-Schule in Bornova. Er
begrüßte 17 Jugendliche und ihre beiden Lehrer bei strahlendem
Sonnenschein im Burghof und lobte dabei das Engagement beider Schulen, die
seit über 20 Jahren regelmäßige Austauschfahrten organisieren. Der
Jugendaustausch sei ein wichtiger Bestandteil des modernen Europas, sagte
Reus. Er hoffe deshalb, dass die von Lehrer Reinhard Martin maßgeblich
aufgebauten Beziehungen unter dessen Nachfolger André Roselt genauso
erfolgreich fortgesetzt würden.
Von Traditionen halte man in Eppstein viel, sagte Reus und blickte dabei
zur Ruine: „Wer seine Vergangenheit kennt, kann seine Zukunft besser
gestalten“, ist er überzeugt.
Museumsleiterin Monika Rohde-Reith hatte eine Burgführung vorbereitet:
„Thema ist die wahre Liebesgeschichte von Eppo und Bertha und die
Burggründung“, verriet sie vor dem Rundgang.
Anschließend führte sie die Jugendlichen aus den Jahrgangsstufen 9 und 10
in den Burgturm und ins Burgarchiv, zeigte ihnen die im Nordzwinger
grasenden Burgschafe und gewährte einen Blick ins Museum. Zur Stärkung
hatte Kulturassistentin Christine Baum Getränke und Knabbereien
vorbereitet.
Übersetzer Fikret Tütünçü und Unterdirektor Ramazan Firad vom Gymnasium in
Bornova, einem Stadtteil von Izmir, nahmen die Gastgeschenke der Stadt für
Bornovas Bürgermeister entgegen und überreichten Franz Fluch vom
Partnerschaftsverein Europart Wimpel mit den Abzeichen der Türkei und
Bornovas als Dankeschön für die langjährige Unterstützung: „Sie waren für
uns da, wenn wir hier zu Besuch waren“, bedankte sich Tütünçü bei Fluch.
bpa
Europart-Chef Franz Fluch (li.) freut sich über die leuchtend roten
Wimpel mit den Farben der Türkei und Bornovas, die ihm Fikret Tütünçü (mitte)
im Kreise der türkischen Schüler überreichte. Von rechts: Organisator
Reinhard Martin, Monika Rohde-Reith und Schulleiterin Silvana Stapel. |