27.5.2010
26 Eppsteiner und Eppsteinerinnen reisten mit Europart zur Feier der seit
15 Jahren bestehenden Städtepartnerschaft mit Kenilworth Mitte Mai nach
England. Zum Begrüßungsabend trafen sie mit den englischen Freunden der
Kenilworth Twinning Association im festlich geschmückten Rosemary Hill
Social Club zusammen. Die Europart-Mitglieder freuten sich, auch die
Freunde aus Bourg-la-Reine bei Paris und Roccalumera in Sizilien, den
Partnerstädten von Kenilworth, sowie aus der Eppsteiner Partnerstadt
Langeais wiederzusehen.In den
Begrüßungsreden wurde der Gründer der beiden Partnerorganisationen
gedacht, des kürzlich verstorbenen Haydn Thomas und des wegen
gesundheitlicher Probleme verhinderten Ehrenvorsitzenden von Europart, Dr.
Wolfgang Wilborn. Eine Jugendtruppe des Talisman Theaters trug
Musicalmelodien vor, es gab ein reichhaltiges kaltes Buffet, währenddessen
die drei jungen Musiker aus Eppstein, Constantin, Matthias und Nicolas,
fetzige Musikstücke auf Gitarre und Bass vortrugen. Jedem Besucher der
Veranstaltung kredenzten die Eppsteiner ein Gläschen „Jubilee Cider Jelly
with Calvados“ aus Niederjosbacher Äppelwoi.
Am nächsten Tag fuhr die Gruppe im Doppeldecker-Bus durch
sonnenbeschienenes, von meterhohen Hecken gesäumtes Farmland nach
Lichfield. Im mittelalterlichen Pfarrgebäude wurde englischer Tee mit
Biskuits serviert. Die gotische Kathedrale des Ortes mit einem über 130
Meter langen Mittelschiff ist die einzige mittelalterliche Kirche mit drei
Türmen. Mittagessen gab es in Shugborough Hall in Staffordshire, im
Nebengebäude des hochherrschaftlichen Manson Hauses aus dem 17.
Jahrhundert. Arbeitsräume wie Küche, Bügel- und Mangelraum, Sattlerei,
Schulraum, Apotheke, Zahnarztraum und Braustube gaben Einblick in das
viktorianische Leben. Beim Spaziergang auf dem Lady Walk bewunderten die
Eppsteiner unter uralten Eichen tausende blauer Blümchen, die Blue Bells.
Gelegenheit im für Autos gesperrten Stadtzentrum von Kenilworth an vielen
Ständen Kunsthandwerkliches, Spielsachen, Essen und Trinken zu erstehen,
gab es am Samstag beim Kenilworth-Festival. Bands spielten auf, Clowns
erfreuten die Kinder mit ihren Späßen und die Merry Dancers zeigten
Folkloretänze.
Punkt 12 Uhr versammelten sich alle 90 Gäste der Partnerstädte und
Gastgeber zu einem gemeinsamen Foto. Im Hotelrestaurant wurde anschließend
ein ausgezeichnetes Essen mit Hähnchenbrust und Erbsen serviert. Danach
führte Europart-Chef Franz Fluch seine Präsentation „Eppstein-Kenilworth
15 Years Twin Towns“ vor, die viel Anklang fand. Wer Lust hatte, ging
danach zur Garten-Tee-Party ins Stone Haus. Martin Beckett führte die
Gäste rund ums Kenilworth Castle.
Am Sonntag fand das vom Rotary Club veranstaltete Sänftenrennen statt. Die
neun Teilnehmer des „Kenilworth Twin Town Team 50+“ kamen aus allen fünf
Partnerstädten. Als Träger betätigten sich Thilo Heine und Franz Fluch,
der 83-jährige Edmund Staeger saß in der Sänfte. Ihr Team gewann den
Wanderpokal des „First Veteran Team“ und jeder bekam eine Medaille.
Drei Schaubühnen für Auftritte von Tanz-, Gesangs- und Musikgruppen, viele
Stände und Zelte warteten am zweiten Festivaltag auf Besucher: Vom
Handfeger über Feuerlöscher zum Kleinwagen, vom Kinderspielzeug über
Süßigkeiten bis zu Gemüsesamen reichte das Angebot. Es gab Essen und
Trinken, Spiele, Hau-den-Lukas und andere Belustigungen. Tausende Besucher
aus Kenilworth und Umgebung waren gekommen.
Am Abend dankten die Eppsteiner den Freunden aus Kenilworth für das
wunderbar ausgerichtete Fest und den Gastgebern für die herzliche
Aufnahme. EZ
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