Ausgabe: 020/2005 |
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| Frühschoppen unter trutzigen Mauern
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Petrus
meinte es mal wieder gut mit den Eppsteinern. Pünktlich zum
Pfingstfrühschoppen am Montagmorgen lachte die Sonne vom Himmel mit
erträglichen 15 bis 18 Grad Celsius. An der Wooganlage, zu Füßen der
trutzigen Nordseite der Eppsteiner Burgruine, brutzelten die ersten
Bratwürste der Eppsteiner Sängervereinigung bereits kurz nach 10 Uhr. |
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| Richard Hofmann
machte am Würstchenstand mit seinen Sprüchen den Hamburger Marktschreiern
Konkurrenz: „Wer von unseren Sängerwürstchen isst, der fängt in den
höchsten Tönen zu singen an“, lockte er die Besucher an den Grill. Bei den
Vockenhäuser Sängern füllten sich die Bankreihen zur Mittagszeit auch mit
Wanderern aus Ehlhalten. Sie nutzten den Sonnenschein für Rad- und
Wandertouren in den Nachbar-Stadtteil und kehrten an der „Grillstation“
des Sängerbundes ein. Die Eppsteiner Sänger hatten sogar Besuch aus der Partnerstadt Kenilworth. Myriel Bastock von der Twinning-Association und gut 20 weitere Besucher aus England genossen den Frühschoppen mit Gesang. Von den beiden Spirituals, die die Sänger extra ihnen zu Ehren eingeübt hatten, waren sie besonders angetan. Sänger-Chef Volker Hodann freute sich darüber, dass die Vorbereitungen für das Jubiläums-Konzert am 1. Oktober zum 160-jährigen Bestehen des ältesten Vereins der Burgstadt allmählich Gestalt annehmen: „Wir haben Zusagen von allen sieben Eppsteiner Männerchören“, freute er sich. „Wir hoffen, dass auch noch einige der gemischten Chöre und der Frauenchöre kommen.“ Sorgen bereitet ihm einzig die Sangesunlust der jüngeren Generation: „Wir haben voriges Jahr zwölf passive Mitglieder geworben, aber keinen einzigen Sänger dazu gewonnen“, klagte er sein Leid. Das Spanferkel über der Wanne mit Holzkohle am Neufvilleturm ließ sich etwas Zeit. Das 25 kg schwere Tier war erst gegen 13 Uhr, nach fünf Stunden überm heißen Feuer, servierfertig. Die Pächter Hella Fausel und Michael Gärtig hatten auch vorher schon alle Hände voll zu tun. Denn kalte Getränke, Würstchen und Kuchen gab’s natürlich auch: „Zum Glück haben wir viele Freunde und Verwandte, die uns gern an diesem Tag helfen“, sagte Hella Fausel am Getränkestand. Der Turm blieb diesmal geschlossen: „Das Risiko, dass jemand stürzt, ist zu groß. Wenn wir hier am Ausschank arbeiten, können wir die Aufsichtspflicht nicht gewährleisten,“ sagte die Pächterin. Die Besucher nahmen’s klaglos hin und genossen die lauschige Atmosphäre zu Füßen des romantischen Turmes. bpa
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Aktualisierung:
12.03.2007
© Europart Eppstein e. v.